Berli-Geschichte


 

Das Berrenrather-Lichtspiel-Theater, kurz BERLI-Theater wird mittlerweile in vierter Generation geführt.
Unser Großvater hatte 1946 im alten Dorf Berrenrath einen durch den Krieg zerstörten Tanzsaal (Mariensaal) zu einem Kino mit über 500 Sitzplätzen umgebaut.
Das alte Dorf Berrenrath wurde im Zuge der Braunkohlegewinnung in den 50er Jahren umgesiedelt.

 

Nach der Umsiedlung eröffnete Otto Jansen im neuen Dorf 1958 ein Kino mit 380 Plätzen. Natürlich war die Eröffnungsvorstellung ausverkauft. Alle Berrenrather wollten das neue „BERLI“ und den Eröffnungsfilm „Hoch droben auf dem Berg“ mit Margot Hielscher und Paul Hörbiger sehen. Es folgten goldene Kinojahre. Filme wie „Dr. Schiwago“ und „Ben Hur“ füllten das Kino.

 
In den 70er und 80er Jahren wurde es langsam eng. Die totale Motorisierung – die Jugend fuhr in die Großstadt Köln – und die Vollprogramme der inzwischen drei Fernsehkanäle entzogen den Dorfkinos das Publikum.
 
Dann geschah in den 90er Jahren eine der größten Veränderungen in der deutschen Kinolandschaft. Es waren die Geburtsjahre der großen Multiplexkinos, die ihren Siegeszug durch Europa antraten. Für die wenigen verbliebenen Dorfkinos wurde es noch einmal schwieriger.
 
Gab es in den 50-ern noch in fast jedem Dorf im Erftkreis ein Kino, so kann man heute die Übriggebliebenen an einer Hand abzählen.

Das BERLI-Theater ist eins von ihnen und schreibt seit mittlerweile über 65 Jahren Kinogeschichte.

Ohne unsere Stammkundschaft, die dem BERLI zum Teil schon in der dritten Generation die Treue hält, wäre dies alles nicht möglich. Natürlich freuen wir uns auch darüber immer wieder neue Gäste in unserem Haus begrüßen zu dürfen und möchten Ihnen allen ein unvergessliches Kinoerlebnis bieten.